Sonntag, 19. August 2007

Unlängst fand ich diesen herrlichen Titel...

...bei dem es sich um die Reisebeschreibung eines Franzosen handelt, der an einer dänischen Schiffsexpedition 1653 ins Eismeer teilnahm. der Wahrheitsgehalt seiner Ausführungen besonders über die Saamen war so hoch, das man ihn fortan als Münchhausen der Nordostfahrt bezeichnete. Trotzdem wurde das Werk in die verschiedensten Sprachen übersetzt und trug auf diese Weise wesentlich zu Legendenbildung bei. Die Rede ist von:
Herrn Martiniere (La Martinière, Pierre Martin de) Neue Reise In die Nordischen Landschafften. Das ist: Eine Beschreibung Der Sitten/ Gebräuche/ Aberglauben/ Gebäuden/ und Kleidung der Norweger/ Lapländer/ Killopen/ Borandianer/ Siberianer/ Samojeden/ Zemblaner und Eißlander: Sampt einem Bedencken über den Irrthum unser Erdbeschreiber/ wo nemlich Grönland und Nova Zembla liegen/ und wie weit sie sich erstrecken, Glückstadt [Koch] 1675
von Skandinavischer Seite versuchte man dieses Unglück wettzumachen aber besonders hilfreich waren die Ausführungen des Straßburger (Ehren)Skandinaviers nicht: [Lapponia, id est regionis Lapponum et gentis nova et verissima descriptio] Joannis Schefferi Argentoratensis Lapponia, Id est, Regionis Lapponum Et Gentis Nova Et Verissima Descriptio : In qua multa De origine ... victu, cultu, negotiis Lapponum, item Animalium, metallorumque indole ... hactenus incognita Produntur, & eiconibus ... illustrantur, Francofurti, 1673 (den Titel der engl. Ausgabe hatte ich bereist abgebildet)
Diesen Mißstand behob schließlich dieses Werk: [Nachrichten von den Lappen in Finmarken] Knud Leems ... Nachrichten von den Lappen in Finmarken : ihrer Sprache, Sitten, Gebräuche und ehemaligen heidnischen Religion / mit Anmerkungen von J. E. Gunner, Leipzig [ Dyck] 1771

Online ist meines Wissens nur Scheffer(us) verfügbar . Interessantes findet sich hier. (Noch mehr dazu) Die informativste Seite ist sicherlich selbige von der auch zahlreiche der folgenden Abbildungen stammen. Nicht vergessen wollen wir ebenso die beste Anlaufstelle für digiatle Werke. Und wie könnte es anders sein stieß ich auf Herrn Martinière in einem gedruckten Werk (richtiges Papier zum Umblättern) und zwar im Katalog 332 des Hamburger Antiquariats (das nicht genug zu loben ist). So und jetzt von Martinière bis zur dekorativen Graphik des 19. Jh. einige Bilder.














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